Wissenswertes über Bambus

Wissenswertes über Bambus 

Da sich das Riesengras Bambus schnell regeneriert, wirkt sich der kontrollierte Abbau im Gegenteil zum tropischen Holz nicht schädigend auf die Ökobalance aus. Die Kultivierung der Plantagen von Zulieferern erfolgt ohne Einsatz von Pestiziden. Ausgewählte Halme im Alter von etwa 3-4 Jahren werden in der Höhe von ca. 1 m über dem Boden geschnitten. Zum Bau unserer Möbel wird nur der mittlere, gerade Teil von ca. 6 m verwendet werden.

Die Bambus - Pflanze

Bambusse gehören zu den für den Menschen nützlichsten Gewächsen und insbesondere Bambusa arundinacea ist in dieser Hinsicht nur mit der Kokospalme zu vergleichen. Ihre eigentliche Heimat ist unbekannt; man findet sie in beiden Hemisphären, und sie gedeihen z. B. in Algerien und in Südfrankreich üppig. Aus dem Rhizom schießen zahlreiche Halme 18 Meter und höher mit großer Schnelligkeit auf. Die Blätter sind 16 cm lang, aber nur 1,3 cm breit. Die Blüten sollen erst im 25. Jahr und dann aber so zahlreich erscheinen, dass die Pflanzen durch die großeProduktion von Früchten erschöpfen und ganz oder bis auf das Rhizom absterben. Dendrocalamus giganteus blüht erst im 30. Lebensjahr. Bambusa tulda in Hinterindien erreicht in einem Monat die Höhe von 22 Metern. Im Gebiet des Amazonas ist Bambusa latifolia ein wichtiger Bestandteil der Vegetation. Aus China, Korea und Japan werden buntblättrige Bambusse eingeführt, von denen besonders die japanische, niedrig bleibende Bambusa fortunei als Zierpflanze empfohlen wird.   Auch in unseren Breitengraden können wir Bambus kultivieren, in den verschiedenen Gartencentern werden mittlerweile winterharte Bambuspflanzen (bis -15°) bei denen nur ein leichter Winterschutz  erforderlich ist, angeboten.

Bambus als Nahrungsmittel

Die jungen Schösslinge des Bambusrohrs werden als Gemüse genossen oder in Essig eingelegt. Besonders die Gattungen Bambusa, Dendrocalamus und Phyllostachys sind für den Verzehr geeignet. Frisch geerntete Bambussprossen haben ein sehr festes, hellgelbes Fleisch mit schmalen Luftkammern in der Mitte der Sprosse. Sie werden gewonnen, indem sie aus dem Boden ausgegraben werden, und sind mit mehreren sehr festen, haarigen und dunkelbraunen Blättern umgeben, die vor dem Kochen entfernt werden. Bambussprossen werden vorwiegend aus Asien und Lateinamerika importiert. In Europa werden sie nur in Italien angebaut. Bambussprossen werden auch vorgekocht und abgepackt zum Verkauf angeboten. Die Schösslinge enthalten ein Toxin (Blausäureglykosid), das durch Kochen neutralisiert werden muss. Da viele Bambusarten auch Bitterstoffe enthalten, sollten diese ebenfalls beim Kochen neutralisiert werden. In Japan werden Bambussprossen z.B. zusammen mit dem Mehl gekocht, das beim Polieren von Reis entsteht („nuka“) und vor allem   die äußeren Schichten des Reiskorns enthält. Es ist auch möglich, zu diesem Zweck Chilischoten mitzukochen. Die eingelegten Bambussprossen werden „Achia“ oder „Atchia“ genannt. Da Bambussprossen einen hohen Anteil an Kieselsäure enthalten, die für Haare, Haut und Knochen notwendig ist und auch lindernd bei Depressionen wirken kann, wurden sie auch in der traditionellen Medizin eingesetzt. Auch das haferähnliche Korn des Bambus ist essbar. Der Tee, der aus Bambusblättern gewonnen wird, hält langsam Einzug nach Europa. Der Tee enthält vor allem Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Proteine, Fette, Mineralstoffe und Vitamine. Angeblich soll der Tee helfen Migräne vorzubeugen. Bambus ist die Hauptnahrungsquelle des Großen Panda-Bären.

Bambus als Baustoff

Aus dem zähen, leichten und sehr harten Holz können ganze Häuser erbaut werden. Früher wurden ganze Dörfer nur aus Bambus gebaut, und fast die ganze Hauptstadt von Siam schwamm auf Bambusflößen. Auch Brücken und Wasserleitungen wurden aus Bambus gebaut, sowie Gerüste und Straßen. Hierbei ist es allerdings notwendig, dass der Bambus vor seiner Verwendung behandelt wird, um ihn gegen Pilze und Insekten resistent zu machen. Während diese Vorbehandlung bisher vor allem chemisch vonstattenging, werden derzeit auf Borsalz basierende Lösungen entwickelt. Bei der Verwendung von Bambus als Baustoff ist es wichtig, dass er vor Feuchtigkeit geschützt wird. Dies geschieht dadurch, dass das Gebäude nicht auf dem Boden sondern einem feuchtigkeitsresistenten Unterbau (Steine oder Betonsockel) steht und dass ein auskragendes Dach den Bambus gegen Feuchtigkeit schützt. In erdbebengefährdeten Gebieten (beispielsweise in Indonesien) zeigt sich, dass Bambushäuser den Erdstößen wesentlich besser gewachsen sind, als Backsteinhäuser.

Bambus im Gartenbau

In der chinesischen Gartenkunst ist der Bambus ein wesentliches Gestaltungselement. Auch in europäischen Gärten wird der Bambus in den letzten Jahren immer beliebter. Folgende Verwendungsmöglichkeiten für den Bambus im Garten sind nur ein kleiner Umriss der tatsächlichen Möglichkeiten: Der Bambus als Hain, Hecke, Bambus als Bodendecker, Bambus auf der Terrasse, Innenhöfe, Sicht- und Windschutz, Dachgärten, Kübelpflanzen, Wintergartenbegrünungen. Das flirrend grüne Laub, die eleganten Halme in schönen Farben passen in fast jedes Gartenambiente, harmonieren mit Blüten und Bäumen. Bambus ist eine immergrüne Pflanze. Auch im Winter behält der Bambus seine Blätter. 80 Prozent aller in Deutschland angebotenen Bambussorten (Fargesia, Phyllostachys) sind robust und verkraften kurzzeitig Temperaturen bis -20 Grad. Bambusa spinosa gibt undurchdringliche Hecken. Da Bambus sehr hart ist, so dass er bei der Zerkleinerung gefährlich splittert und auch nur extrem langsam zersetzt wird, sind besonders hohe Arten mit kräftigem Stamm bei der Kompostierung problematisch.

Gebrauchsgegenstände aus Bambus

Bambus wird auf vielfältige Weisen genutzt, um Bambusmöbel und andere Hausgeräte herzustellen, unter anderem kunstvoll geflochtene Körbchen, Vorhänge, Dosen u. ä. Aber auch andere praktische Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Hüte, Körbe und Reusen werden aus Bambus hergestellt. Das lange, krause Geschabsel dient zum Polstern. Ein Span von keilförmigem Querschnitt, dessen scharfe Kante von der kieselreichen äußeren, ungemein harten Schicht gebildet wird, gibt ein sehr scharfes Messer. Dieselbe äußere Schicht dient auch als Wetzstein für eiserne Messer.

In einer Bambusröhre, die dabei zwar verkohlt, aber nicht verbrennt, kochten die Javaner an einem Bambusfeuer junge Bambustriebe. In China wurden zu Rollen zusammengebundene Bambusstreifen als Schreibmaterial verwendet. Zerklopfter Bambussplint kann als Pinsel genutzt werden, und auch in Europa werden Bambusfedern benutzt.

Eine kletternde Art wird zu allerlei Flechtwerk, Säcken, ja selbst zu Jacken verarbeitet.

Auch in Europa wurde Bambus zur Produktion von Stöcken (Pfefferrohr) und Regenschirmstielen genutzt und heute immer mehr für den Möbelbau eingesetzt. Die Möbel werden nur mit Holzdübeln zusammengebaut.

 Musikinstrumente aus Bambus

In einigen Ländern und Regionen, zum Beispiel Java (Angklung), China oder Tahiti, werden auch Musikinstrumente aus Bambus hergestellt. In Japan wird Bambus vor allem benutzt, um Flöten wie die Shakuhachi oder Shinobue herzustellen. Auf Hawaii wird Bambus zur Herstellung eines flötenähnlichen Holzblasinstrumentes, des Xaphoons, genutzt. Es gibt jedoch auch Schlag- und Zupfinstrumente aus Bambus.

Waffen aus Bambus

Auch als Waffe wurde Bambus genutzt: Blasrohre, Pfeilschäfte und Pfeilspitzen, Lanzen und Palisaden bestanden aus dem Material. In Japan werden aus Bambus in einem komplizierten Prozess die Bögen der Samurai hergestellt. Ähnliche Bambusbögen werden auch heute in Japan und von fortgeschrittenen Schützen in Europa im Kyudo verwendet. Mit Bambusspitzen bestückte Fallen und Fallgruben wurden noch im Vietnamkrieg im 20. Jahrhundert durch die Vietnamesen erfolgreich eingesetzt. Auch im Kendo wird mit sogenannten Shinais, die ebenfalls aus Bambusstreben bestehen, gekämpft.

Rohmaterial Bambus

In China wurde das meiste Papier aus jungen Bambustrieben erzeugt und auf Jamaika sehr viel Bambusfaser für die nordamerikanische Papierfabrikation gewonnen. In den Knoten alter Halme bildet sich eine Kieselkonkretion, der Bambuskampfer (Bambuszucker, Tabaxir), der in der chinesischen Medizin, aber auch als Poliermittel benutzt und in großer Menge nach Arabien exportiert wird. Dem Bambus werden verschiedene symbolhafte Bedeutungen zugeordnet. So ist er beispielsweise in China ein Symbol für langes Leben, in Indien jedoch ein Symbol der Freundschaft. Auf den Philippinen werden Bambuskreuze von Landwirten als Glücksbringer aufgestellt.

Bambus als Glücks- und Reinheitssymbol

In Japan ist Bambus ebenfalls ein positiv besetzter Begriff. Da Bambus sehr gerade wächst und aufgrund seiner frischen grünen Farbe gilt er als Symbol der Reinheit. Er tritt als Symbol auch zusammen mit Kiefernzweigen und Pflaumenblüten auf. Die drei Pflanzen werden nicht nur als Glückssymbole eingesetzt, sondern auch, um wie z.B. bei Sushi verschiedene Preisstufen zu markieren (von unten nach oben: shochiku - bai, Kiefer - Bambus - Pflaume). Am Jahresende wird auf jeder Seite der Eingangstür ein Gebinde aus Bambusrohren und Kiefernzweigen aufgestellt, das Glück bringen soll („kadomatsu“). Da Bambus nur selten blüht und die Samen vorwiegend während Hungerzeiten gegessen wurden, wird die Bambusblüte in manchen Kulturen als Vorbote einer Hungersnot interpretiert.

In einigen Kulturen Asiens, z.B. in den Andamanen, wird davon ausgegangen, dass die Menschheit bei ihrer Entstehung aus einem Bambusrohr herausgetreten ist. In Malaysia und Japan gibt es Legenden über eine junge (und sehr kleine) Frau, die in einem Bambusrohr lebt und erscheint, wenn das Rohr gekappt wird.

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